Acht Stunden Wiesn-Gaudi bei schönstem Wetter
Wie am Freitag angekündigt ging es gestern zum ersten Mal in diesem Jahr auf ’s Oktoberfest. Zwar zierte sich die Sonne in der Früh noch ein wenig. Als wir aber dann um elf auf der Festwiese ankamen, setzte Petrus – wie auch schon die Tage zuvor – sein schönstes Lächeln auf. Nach einem kurzen Streifzug über die bereits knallvolle Wiesn fanden wir uns mit Freunden zum Mittagessen in der Fischer-Vroni ein. Keine zehn Minuten später hatte jeder seine erste Maß in der Hand. Dann der erste Schluck vom süffigen Wiesn-Bier.
Im Himmel der Bayern
Der goldgelb glänzende Gerstensaft mit seiner weißen Schaumkrone und das dumpfe Klirren der Maßkrüge beim Anstoßen waren auch dieses Jahr wieder ein Fest für die Sinne. Wenn die ersten Schlücke so einer frischen Augustiner-Maß dann durch die Kehle fließen, fühlt sich nicht nur der Münchner im Himmel der Bayern angekommen. Wie der g’standene Wiesn-Besucher jedoch weiß, muss erst einmal eine ordentliche Grundlage her. Dafür wurde gleich in Form von Hendl, Enten und Kasspatzen gesorgt. So eine deftige Mahlzeit muss dann natürlich sofort mit der zweiten Maß Bier obagschwoamt (für Nicht-Bayern: hinuntergespült) werden.
In den Parkour und Rund um den Tegernsee
Da zum Oktoberfest aber nicht nur die Bierzelte, sondern auch die Karusselle gehören, stellten wir uns ab fünf Uhr noch der einen oder anderen Herausforderung. Besonders Mutige wagten eine Runde Parkour - ein neues Fahrgeschäft, dessen Name nicht umsonst an die aus Frankreich kommende Extremsportart angelehnt ist. Wer davon noch nicht genug hatte, fuhr sich Rund um den Tegernsee schwindlig. Zum Glück gibt es auf der Wiesn aber für jede Sünde gleich das passende Gegenmittel. Also schnell ein Magenbrot, und weiter ging’s zum Schießen.
A Herzerl für’s Herzerl
Nach gefühlten hundert Schuss schlenderten wir dann mit unserem neuen Stoffkameraden Patrick, Spongebobs bestem Freund, zum Herzerl-Stand. Während ich mich mit meinem Herzlerl im Arm um sieben schließlich auf den Weg nach Hause machte, zog es zwei, drei Hartgesottene noch auf eine letzte Runde ins Bierzelt. Was dort noch geschah, werden wir wahrscheinlich nicht vor heute Nachmittag erfahren. Für diejenigen, die dieses Jahr gar nicht auf ’s Oktoberfest kommen und jene, die gestern nicht dabei sein konnten, haben wir mit der Taschenkamera ein paar Fotos gemacht. Den gestern Anwesenden sei an dieser Stelle noch mal gesagt: sche war’s, zünftig war’s, danke, dasst dabei warts.

Posted in Leben
Katrin
September 28th, 2009 at 09:28
Sehr schöne Bilder! Des war so a scheener Dog, schalalalalalalaaaa!
Curleysue
September 30th, 2009 at 10:22
Stimmt! Des woar a schena dog!Danke noch a moi das ma dabei sein durften! Und danke für die schene Zusammenfassung unseres gemeinsamen Wiesn Tages!
Manü
September 30th, 2009 at 14:11
So schee wars! Da sag ich doch auch nochmal: dankeschön! Pfirti, servus
Da Chines'
Oktober 13th, 2009 at 00:01
Nur wenige Tage später übrigens wollte ich noch ein paar Runden Parkour drehen und landete unbeabsichtigt im “Techno Power”. Hätte ich diesen Bericht mal früher gelesen … Statt der obligatorischen Bier- und Schamesröte gab es ein Farbenspiel aus Weiß und Grün.
Ich geh in Zukunft nur noch mit Euch auf d’Wiesn.
Bis nächstes Jahr also!