Appenzeller- oder Entlebucher Sennenhund-Mix? Ein DNA-Test soll klären, welche Rassen in Mischlings-Hündin “Lila” stecken?
Vielleicht haben Sie sich nach unserem Beitrag “Vierbeiniger Zuwachs für die paperdogs-Redaktion” gefragt, von welchem Schweizer Sennenhund unsere Mischlings-Hündin “Lila” abstammt? Der Große Schweizer Sennenhund und der Berner Sennenhund fallen schon mal aufgrund ihrer Größe weg – Lila ist mit ihren knapp sechs Monaten gerade mal etwas über 40 Zentimeter groß. Blieben also noch der Appenzeller Sennenhund und der Entlebucher Sennenhund. Da sich diese Frage anhand von Lilas äußeren Mekmalen nur sehr schwer beantworten lässt, versuchen wir es jetzt mal mit einem DNA-Test für Mischlingshunde.
Lila macht den DNA-Test
Für den DNA-Test haben wir vergangene Woche mithilfe von Abstrichtupfern zwei Speichelproben von Lila entnommen und diese eingeschickt. Eine DNA-Analyse für Mischlingshunde gibt es in Deutschland für rund 80 Euro – zum Beispiel Boomer DNA-Test für Mischlingshunde oder CanisMIX DNA-Test für Mischlingshunde. Die Proben werden jetzt laut Anbieter mit der DNA von 63 bekannten Hunderassen verglichen. Die prozentualen Übereinstimmungen mit der bei Lila identifizierten Rassen werden dann in Form von Wahrscheinlichkeiten angegeben.
Was kann ein DNA-Test leisten
Wer einen DNA-Test macht, sollte keine eindeutigen Ergebnisse erwarten. So klärt zum Beispiel auch der Anbieter des CanisMIX DNA-Tests darüber auf, dass nur für reinrassige Hunde ein statistischer Wert von 99 Prozent erreichbar sei. Bei Mischlingen der ersten Generation ließe sich die prozentuale Übereinstimmung immerhin mit einer Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent bestimmen. Auf seiner Internetseite weist CanisMIX aber auch darauf hin, dass die meisten Mischlinge weder reinrassig, das heißt von zwei reinrassigen Hunden abstammen, noch Mischlinge der ersten Generation sind. Der Boomer DNA-Test teilt die identifizierten Rassen deshalb je nach Übereinstimmung in fünf Wahrscheinlichkeits-Kategorien ein – zum Beispiel über 75 Prozent der DNA stimmen der eines Golden Retrievers überein, 37 bis 74 Prozent mit der DNA eines Dackels, usw.
In spätestens drei Wochen wissen wir (vielleicht) mehr
Das Ganze ist also eher als ein Versuch zu sehen, sich der Abstammung seines Mischlingshundes weiter anzunähern. Nicht mehr und nicht weniger erwarten wir uns von Lilas DNA-Test. Bei gerade mal 63 Hunderassen, mit denen die DNA von Lila verglichen wird, dürfte unsere Frage, ob unter Lilas Ahnen ein Appenzeller oder ein Entlebucher Sennenhund zu finden ist, wahrscheinlich unbeantwortet bleiben. Zumal die 63 Hunderassen, mit denen die DNA von Lila verglichen wird, den beliebtesten Hunderassen in Mitteleuropa entsprechen. Darunter ist schon mal weder der Appenzeller Sennenhund noch der Entlebucher Sennenhund zu finden – zumindest laut Welpenstatistik des Verbandes für das Deutsche Hundewesen.
Hier erfahren Sie, was für ein überraschendes Ergebnisse Lilas DNA-Test gebracht hat.

Ludger
März 22nd, 2010 at 15:08
Interessante Idee. Aber wieso seid Ihr Euch vorab schon so sicher, dass es sich um einen Sennenhund-Mischling handelt? Gruss, Ludger
Coralee
März 22nd, 2010 at 15:18
Sehr süßer Hund. Ich seh einen Pinscher in ihm, vermutlich gemixt mit nem Entlebucher. Soweit ich das richtig verstanden habe auf den Seiten der Test-Anbieter, wird – falls die Rasse nicht gelistet ist – die DNA der ihr genetisch ähnlichsten Rasse zugewiesen. In Eurem Fall dann evtl. ein Sennenhund.
Grüße Coralee
Marco
März 22nd, 2010 at 23:26
Hallo Ludger,
den Sennenhund glauben wir – ebenso wie die meisten, die Lila “live” gesehen haben – eindeutig an ihrem Aussehen zu erkennen. Vor allem ihre Fellfarbe und die Musterung sind der des Appenzeller und Entlebucher Sennenhundes sehr ähnlich: glänzend schwarze Grundfarbe, weißes Brustkreuz, braunroter Brand an den Backen, über den Augen und an allen vier Läufen. Auch die vier Pfoten sind wie beim Appenzeller und Entlebucher Sennenhund weiß.
Die Rutenspite ist bei Lila zwar nicht weiß, sondern so wie die gesamte Rute schwarz, und auch ihre Lenden sind deutlich schmäler als die eines Appenzeller und Entlebucher Sennenhundes. Diese und einige andere Abweichungen von den Rassemerkmalen der beiden genannten Sennenhund-Rassn deuten wiederum darauf hin, dass es sich bei Lila um einen Sennenhund-Mischling handelt.
Bliebe also noch die Frage, was bei Lila neben einem Sennenhund noch mit drin sein könnte. Coralee tippt auf einen Pinscher – das wäre durchaus denkbar. Vielleicht ja eine Kreuzung aus Entlebucher Sennenhund und Zwergpinscher. Das würde zumindest erklären, warum sie mit ihren sechs Monaten erst etwas über 40 Zentimeter und gerade mal knappe zehn Kilo schwer ist
Ich lass es euch auf jeden Fall wissen, was bei dem DNA-Test herausgekommen ist. Bin schon sehr gespannt …
Liebe Grüße,
Marco
Katrin
März 23rd, 2010 at 11:04
Der arme kleine Pinscher
…. egal was da für eine Kreuzung rauskommt, das ist einfach ein schöner, sonniger, neugieriger Hund! in ♥ with Lila