Der Thüringer Wald: Unterwegs auf den historischen Pfaden des Rennsteigs

28. März 2011 von Marco Glas

Der Panoramablick Weidmannsheil im Thüringer Wald bietet einen herrlichen Ausblick über das Schiefergebirg

Der Panoramablick Weidmannsheil im Thüringer Wald bietet einen tollen Ausblick über das Schiefergebirg


Im Januar fuhren wir mit Mischlingshündin Lila in den Thüringer Wald. Für unseren nächsten Teil der Serie “Wandern mit Hund” hatten wir uns Neuhaus am Rennweg ausgesucht. Das 5500-Einwohner-Städtchen liegt direkt am Rennsteig, einem der ältesten und bekanntesten deutschen Wanderwege. Neben einer kleinen Tour entlang des Rennsteigs beschäftigten wir uns auch intensiv mit Neuhaus am Rennweg und seiner Stadtgeschichte. Dazu gehörte neben der Besichtigung der komplett beschieferten Neuhäuser Holzkirche, dem Stadtmuseum und einer Glasmanufaktur auch ein Treffen mit Bürgermeisterin Marianne Reichelt. Und natürlich ein Mittagessen in der Rennsteigbaude, einer traditionsreichen Einkehrstätte in Neuhaus am Rennweg.

Neuhaus am Rennweg – wo der Rennsteig Rennweg heißt

“Um eine Verwechslung  mit der Gemeinde Neustadt am Rennsteig auszuschließen, die etwa 35 Kilometer weiter in Richtung Oberhof liegt, erhielt Neuhaus im Jahr 1866 die Bezeichnung Neuhaus am Rennweg“, erklärte uns Carola Wagner von der Touristinformation. Neuhaus am Rennweg ist in erster Linie ein Wander- und Wintersportort. Insgesamt 32 Kilometer gespurte Skiwanderwege stehen in Neuhaus am Rennweg bereit. Alpine Skifahrer können die Skiliftanlage “Am Apelsberg” nutzen oder in der Skiarena Silbersattel, Thüringens größtem Skigebiet, etwas länger abfahren.

Wandern im Thüringer Wald und Rennsteigbaude

Uns reizten jedoch die Winterwanderwege, von denen es in Neuhaus am Rennweg im Thüringer Wald zahlreiche gibt. Wir wanderten entlang des Weidmannsheilwegs 1,7 Kilometer von der Rennsteigbaude am östlichen Ortsausgang von Neuhaus am Rennweg zum Aussichtspunkt Weidmannsheil. Dieser bietet einen herrlichen Rundblick über das Thüringer Schiefergebirge. Danach ging es die gleiche Strecke wieder zurück zur Rennsteigbaude, in der wir uns Thüringer Rostbratwürste mit Sauerkraut und ein Köstritzer Schwarzbier gönnten.

Sehr sehenswert: Die Neuhäuser Holzkirche

Sehr sehenswert: Die Neuhäuser Holzkirche

Ein wendig Stadtgeschichte und die Bürgermeisterin

Bereits am Vormittag führte uns Carola Wagner in die Stadtgeschichte von Neuhaus ein. Dazu gehörte auch eine Besichtigung der komplett beschieferten Neuhäuser Holzkirche und des im Dezember 2010 eröffneten Stadtmuseums. Am Sonntag ließen wir es dann etwas ruhiger angehen. Nach dem Frühstück im Rennsteighotel Herrnberger Hof besuchte uns Bürgermeisterin Marianne Reichelt. Von ihr erfuhren wir, dass die Gründung von Schmalenbuche, des ältesten Ortsteils der heutigen Rennsteigstadt, im Jahr 1607, mit der Ansiedlung von Glasmachern einherging.

Glaskunst aus Neuhaus: “Der Christbaum”

Bevor wir uns wieder auf den Weg nach München machten, legten wir deshalb noch einen kurzen Stop bei Christbaumschmuck-Hersteller Willi Greiner-Mai ein, dessen Christbaumschmuck Weihnachten 2008 und 2009 die Blautanne im Lichterhof des Kanzleramtes zierte.

Einen ausführlichen Artikel über unser Wochenende in Neuhaus am Rennweg im Thüringer Wald mit einer genauen Tourbeschreibung und weiteren Informationen zur Stadt finden Sie in der Hundezeitschrift “Mein Hund & ich” Nr. 2/2011.

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