Fotos dynamischer gestalten: Das Prinzip des Goldenen Schnitts

7. April 2010 von Marco Glas

Goldener Schnitt_Emilia RomagnaMenschen, die nicht oft zur Kamera greifen, platzieren ihr Motiv bevorzugt in der Mitte, um nicht versehentlich Köpfe, Hände oder Füße abzuschneiden. Dadurch wirken Fotos aber oft statisch und unter Umständen langweilig. Fotografen sollten deshalb unbedingt eine Regel kennen, die auch Bildhauer und Maler bei der Gestaltung von Kunstwerken und Bildern erfolgreich anwenden: Die sogenannte Drittel-Regel, auch bekannt als Prinzip des Goldenen Schnitts.

Das Prinzip des Goldenen Schnitts

Bei der Anwendung des Prinzips des Goldenen Schnitts wird das Bild durch zwei gedanklich gezogene Längs- und Querlinien wie ein Gitternetz in neun gleich große Rechtecke unterteilt (siehe Foto oben). Befindet sich das bildwichtige Element an einer der vier Stellen, wo sich die Linien schneiden, nimmt der Betrachter das Foto häufig als ästhetischer und dynamischer wahr.

Überzeugendere Bildwirkung durch asymmetrische Gestaltung

Probieren Sie das Prinzip des Goldenen Schnitts einfach mal aus. Platzieren Sie Ihr Motiv zuerst in der Mitte und anschießend nach dem Prinzip des Goldenen Schnitts an einer der Stellen, wo sich die gedachten Gitternetzlinien schneiden. Vergleichen Sie die Ergebnisse. Sie werden erstaunt sein, wie das Bild durch die gewollt asymmetrische Gestaltung auf einmal viel überzeugender wirkt.

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