Giardien: Lila macht Bekanntschaft mit hartnäckigen Darm-Parasiten

19. Februar 2010 von Marco Glas

Vergangene Woche haben wir Ihnen Lila, den vierbeinigen Zuwachs der papgerdogs-Redaktion vorgestellt. Seit unser kleines Mischlings-Mädchen bei uns ist, sind die Tage noch aufregender. Es ist schon erstaunlich, mit wem man so alles ins Gespräch kommt, wenn ein Welpe an der Leine mitläuft. Lila genießt die Aufmerksamkeit, die ihr von Menschen und anderen Hunden zuteil wird. Mit allzu viel Nähe ist für einige Tage jetzt allerdings erst mal Schluss, wie sich bei unserem letzten Tierarztbesuch herausgestellt hat.

Was für ein Feuerwerk!

Durchfall ist bei Welpen ja nichts Außergewöhnliches. Eine minimale Futterumstellung, ein neuer Kauknochen oder kurz mal die Nase zu tief in den Schnee gesteckt, und schon kann ein Feuerwerk losgehen. Nachdem das Feuerwerk vergangene Woche dann allerdings gar nicht mehr aufhören wollte, besuchten wir unsere Tierärztin. Nach einer genaueren Beschreibung von Lilas Symptomen, auf die wir an dieser Stelle nicht genauer eingehen wollen, und einer ersten Untersuchung äußerte diese gleich den Verdacht auf Giardien.

Was zum Henker sind Giardien?

Wie bitte? Giardien? Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir (zum Glück) noch nie von diesen kleinen Lebewesen gehört. Giardien sind keine Würmer, sondern einzellige Darm-Parasiten, die im Hunde- und auch Menschendarm jede Menge Ärger machen können. Eine Stuhlprobe später stellte sich heraus, dass genau diese kleinen Biester für Lilas Feuerwerk verantwortlich waren.

Kampf den Giardien

Unsere Tierärztin verordnete Lila fünf Tabletten und Diätfutter. Die Tabletten sollen den Giardien den Garaus machen, die Schonkost ihren gereizten Darm schonen. Ob Lila die Plagegeister nach den fünf Tagen wieder los ist, muss dann eine zweite Stuhlprobe zeigen. Unsere Tierärztin hat uns jedenfalls schon mal vorgewarnt, dass Giardien sehr hartnäckig sein können. Vor allem sind sie aber auf andere Hunde und sogar Menschen übertragbar.

Streichel- und Hundeverbot

Für Lila bedeutet das, dass sie in den nächsten Tagen auf ihre Streicheleinheiten auf der Straße und das Herumtoben mit anderen Hunden verzichten muss. Schließlich wollen wir uns es mit den neuen Bekanntschaften ja nicht gleich verscherzen. Dafür gibt es von Herrchen und Frauchen ein paar extra Steicheleinheiten – bei entsprechender Hygiene und regelmäßigem Händewaschen sei die Ansteckungsgefahr für Menschen mit intaktem Immunsystem nämlich relativ gering; sagt zumindest unsere Tierärztin.

Interview mit Tierärztin Dr. Sabine Herget

Mehr über Giarden, wie sich Hunde damit anstecken und was Hundebesitzer gegen diese kleinen Biester tun können, erfahren Sie im Interview mit Tierärztin Dr. Sabine Herget.

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