Hundegurte: Sechs von sieben Gurtsystemen fallen bei Crash-Test durch

31. Oktober 2013 von Marco Glas

Die meisten Hunde sind fast täglich mit ihren Haltern im Auto unterwegs. Doch nur rund jeder fünfte Hund ist dabei von einem speziellen Gurt oder Sicherheitssystem geschützt, ergab eine Studie des US-Automobilclubs AAA. Bei einem Unfall kann das nicht nur schlimme Folgen für den Hund, sonder auch für die anderen Fahrzeuginsassen haben.

Ein nicht gesicherter Hund kann bei einem Aufprall zum Geschoss werden

Kommt es zu einem Aufprall, kann ein ungesicherter Hund, der auf der Rückbank oder in einem nach vorne offenen Kofferraum sitzt, zum gefährlichen Geschoss werden. „Ein nicht gesicherter 4,5 Kilo schwerer Hund prallt bei einem Crash bei 50 km/h mit einer Wucht von 136 Kilo auf, bei einem 36 Kilo schweren Hund entspricht die Wucht ungefähr 1.088 Kilogramm“, erklärt eine AAA-Sprecherin.

Amerikanische Studie zu Gurtsystemen liefert erschreckende Test-Ergebnisse

Unter diesem Aspekt sollte eine Studie des amerikanischen Center for Pet Safety in Zusammenarbeit mit dem Autobauer Subaru besonders zu denken geben. Dabei wurden in einem von der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zertifizierten Prüflabor verschiedene Hunde-Rückhalte-Systeme mit drei verschieden schweren Hunde-Attrappen überprüft. Einige Gurtsysteme rissen einfach. Nur eines von sieben getesteten Hunde-Geschirren erfüllte seinen Zweck. Die anderen Gurtsysteme versagten und die Hunde wurden vom Rücksitz geschleudert.

Festgelegte Testprotokolle und Standards für Sicherheitssysteme erforderlich

Wie kann es zu so einem schlechten Ergebnis kommen, wenn laut den Herstellern viele der durch den Test gefallenen Produkte einen Crash-Test absolviert haben? Um das beantworten zu können und das Auto für mitfahrende Hunde und andere Fahrzeuginsassen sicherer zu machen, bedürfe es künftig festgelegter Testprotokolle und Standards für die Sicherheitssysteme, konstatiert die Studie. Erst dann ist für die Käufer nachvollziehbar, ob die Sicherheitssysteme im Ernstfall auch das halten, was sie versprechen.

 

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