Hundesport: Was genau ist Dogdance?
Neben Hundesportarten wie Agility und Obedience wird auch Dogdance immer populärer. Inzwischen werden in Deutschland jedes Jahr zehn bis 15 Dogdance-Turniere ausgetragen. Über das Rock’n Dog Dogdance-Turnier haben wir dieses Jahr berichtet. Mit 140 Startern dürfte das Rock’n Dog in Zusmarshausen bei Augsburg das größte deutsche Dogdance-Turnier sein. Doch warum wird dieser Hundesportart immer beliebter und was genau kann man sich darunter vorstellen?
Dogdance wurde in Nordamerika erfunden und kam in den 90er-Jahren nach Europa
Dogdance wurde in den 80er-Jahren in Kanada und den USA erfunden. In den 90er-Jahren fand der Hundesport dann über England seinen Weg auf das europäische Festland …
In erster Linie ist Dogdance eine harmonische Tanzdarbietung von Mensch und Hund. Zu selbst ausgewählten Musikstücken tragen Hunde und Halter einstudierte Choreografien mit Pirouetten, verschiedenen Tricks und Sprungeinlagen vor. „Beim Dog-Dance geht es vor allem um die Harmonie zwischen Hund und Mensch“, erklärte Dogdance- und Hundetrainerin Mica Köppel, die diesen Sommer bereits das 4. Rock’n Dog Dogdance-Turnier veranstaltete.
Die kreative Freiheit und der Spaß am Tanzen stehen im Vordergrund
Für Köppel ist Dogdance die perfekte Hundesportart: „Der Hund muss auf die kleinste Körperbewegung reagieren und der Hundehalter hat sehr viel kreative Freiheit bei der Gestaltung seiner Choreografie.“ Es werden keine Pflichtelemente verlangt, jedes Mensch-Hund-Team zeigt das, was es kann. Für junge und ältere Hunde gibt es eine eigene Junioren- und Senioren-Klasse und in den Fun-Klassen, in denen auch Motivationsmittel wie Futter, Spielzeug oder Clicker erlaubt sind, haben auch Neulinge die Möglichkeit, vor Publikum aufzutreten.
Hund-Mensch-Teams treten bei Dogdanc-Turnieren in drei offiziellen Klassen an
Die Teilnehmer werden bei Dogdance-Turnieren in drei offizielle Klassen eingeteilt. Während sich die Anfänger- und Mittelklasse lediglich durch die Länge des Auftritts unterscheiden, darf bei den Fortgeschrittenen nicht mit offensichtlichen Handzeichen gearbeitet werden.„Die Zeichen müssen tänzerisch sein“, erklärt Dogdance-Trainerin Köppel.
Dogdance fördert die Beziehung zum Hund und lässt sich prima in den Alltag einbauen
Neben der sportlichen Herausforderung fasziniert die meisten Dogdancer aber vor allem die intensive Beziehung zum Hund, die sich durch das Training aufbauen lässt. Dogdance hat aber noch einen großen Vorteil: Das Training lässt sich ganz einfach in Alltagssituationen einbauen – mit ein paar Tanzschritten wird zum Beispiel das oftmals langweilige Abtrocknen des Geschirrs gleich viel spannender und der Vierbeiner ist ja ohnehin meistens da, wo die Musik spielt.
Weitere Artikel zu beliebten Hundesportarten und Hundesport-Tunieren:
Posted in Tiere
Jule
Dezember 16th, 2009 at 09:20
Ich hab zwar schon von Dogdance gehört, war aber noch nie live dabei. Jedenfalls bin ich immer wieder erstaunt, was man mit Hunden alles machen kann.
Astrid
Dezember 16th, 2009 at 10:21
Kommt für einen Mops nicht in Frage!!