Hundeversicherungen: Hundehalterhaftpflichtversicherung, Hundekrankenversicherung, Hundelebensversicherung

19. Juli 2014 von Marco Glas

Versicherer bieten heute auch für Hunde verschiedene Versicherungen von der Hundehalterhaftpflichtversicherung über die Hundekrankenversicherung bis zur Hundelebensversicherung an. Doch welche Hundeversicherungen sind nützlich oder sogar gesetzlich vorgeschrieben? Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigesten Hundeversicherungen.

Hundehalterhaftpflichtversicherung

Wenn Ihr Hund einen Unfall verursacht, kann es schnell teuer werden. Gerade wenn Personen zu Schaden kommen, können die Behandlung des oder im schlimmsten Fall sogar der Verletzen mit sehr hohen Kosten verbunden sein. Unter Umständen ist auch noch Schmerzensgeld zu zahlen. Deshalb ist es für jeden Hundehalter ratsam, eine Hundehaftpflichtversicherung zu haben.

Die Hundehalterhaftpflichtversicherung deckt in der Regel Sach-, Personen- und Vermögensschäden bis zu einer vereinbarten Versicherungssumme ab. Eine Hundehalterhaftpflichtversicherung ist bereits ab wenigen Euro monatlich erhältich, sodass der jährliche Versicherungsbeitrag in keinem Verhältnis zum möglichen Schadens steht.

Länderregelungen zur Hundehalterhaftpflichtversicherung

In Deutschland gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung zur Hundehalterhaftpflichtversicherung. Jedes Bundesland entscheidet selbst, ob und zu welchen Konditionen der Abschluss gesetzlich vorgeschrieben ist.

Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thürungen schreiben die Hundehalterhaftpflichtversicherung gesetzlich vor. Das heißt, in diesen Bundesländern muss jeder Hundebesitzer eine Hundehalterhaftpflichtversicherung abschließen – und zwar unabhängig von der Rasse des Vierbeiners.

Anders verhält es sich in Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und im Saarland. Hier ist eine Hundehalterhaftpflichtversicherung lediglich für bestimmte Rassen und/oder für Hunde verpflichtend, die der Gesetzgeber als gefährlich eingestuft hat.

Mecklenburg-Vorpommern hat keine gesetzeliche Pflicht zum Abschluss einer Hundehalterhaftpflichtversicherung. In Bayern gibt es hierzu ebenfalls kein länderübergreifendes Gesetz. Die jeweiligen Gemeinden haben in Bayern aber das Recht, die Hundehalterhaftpflichtversicherung als Voraussetzung für die Haltung bestimmter Rassen festzusetzen.

Hundekrankenversicherung

Während die Hundehalterhaftpflichtversicherung viele Versicherer anbieten, können Sie eine Hundekrankenversicherung nur bei wenigen Versicherern abschließen. Entscheidend ist hierbei, ob es sich um eine Operationskostenversicherung oder eine Vollkrankenversicherung für Hunde handelt.

Eine Operationskostenversicherung für Hunde übernimmt in der Regel bis zu einem vereinbarten Betrag die Kosten für notwendige Operationen, Vor- und Nachsorgeuntersuchungen, Tierarzthonorare, Narkosemittel, Infusionen, Verbandsmaterial, Narkosemittel und die stationäre Unterbringung.

Darüber hinaus übernimmt die Hundekrankenvollversicherung auch noch anderweitige stationäre und ambulante Behandlungen und Aufenthalte sowie diverse Vorsorgemaßnahmen wie zum Beispiel Impfungen, Wurmkuren und Zeckenmittel bis zur vereinbarten Höchstsumme.

Hundelebensversicherung

Die Hundelebensversicherung spring dann ein, wenn der Hund stirbt. Für die Erstattung spielt es keine Rolle, ob der Hund zum Beispiel bei einem Autounfall oder altersbedingt gestorben ist. Diese Versicherung ist jedoch für die meisten Hundehalter nicht sinnvoll. Eine Hundelebensversicherung kann eventuell für Besitzer von Zuchthunden oder anderen für den Lebensunterhalt relevanten Hunden nützlich sein.

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