Moderatorin Nina Ruge startet nach Knöllchen-Zoff eine Petition

29. April 2014 von Marco Glas

Der Denninger Anger ist ein kleiner, gemütlicher Park im Münchner Nordosten. “Da treffen sich Aika, die Labradorin, Bruno, der Dackel, Katia, die Alles-ist-eins-Mixtur und viele, viele andere. Meine Vroni und mein Lupo sind auch ganz oft dabei”, schreibt Nina Ruge in ihrer Kolumne im hundeschau Magazin. Die Moderatorin ärgert sich darüber, dass sie vor Kurzem 80 Euro Bußgeld zahlen musste, weil ihre Große Schweizer Sennenhündin unangeleint über eine mit grünen Pollern gekennzeichnete Wiese lief. Deshalb hat Nina Ruge jetzt eine Petition für Hundefreilauf im Denninger Anger gestartet.

Begegnung mit der Speerspitze der bajuwarischen Amtsstuben

In Ausgabe 2/2014 des hundeschau Magazins, das am 10. Mai im Zeitschriftenhandel erscheint, schreibt Nina Ruge über ihre Begegnung mit der “Speerspitze der bajuwarischen Amtsstuben” im Denninger Anger: “Da marschieren sie also zielstrebig auf mich zu. Und auf Lupo. Zwei Herren mit entschlossener Miene.” Die beiden Herren von der Stadt München wiesen die Moderatorin darauf hin, dass Hunde auf den mit grünen Pollern gekennzeichneten Spiel- und Liegewiese, Zieranlagen und Biotopflächen an der kurzen Leine zu führen seien.

Die Biologin und Buchautorin versucht es mit Verhaltensbiologie

Darauf erwiderte Nina Ruge: “Wir laufen seit sieben Jahren hier rum und ich habe hier noch nie jemanden auf der Wiese liegen sehen. Außer Hunden spielt hier nie einer.” Weil das die beiden Herren wenig beeindruckte, versuchte es die Moderatorin mit Verhaltensbiologie: “Ohne Freilauf können Hunde die elementaren Formen der innerartlichen Kommunikation nicht lernen und leben.” Und weiter: “Schließlich habe ich ein Buch dazu geschrieben. Naja, zum Teil. Aber der Verhaltensforscher Günther Bloch hat mir – immerhin Biologin! – jede Menge Gespür für Hundeverhalten beigebracht.”

Petition an die Stadt München für Freilauf im Denninger Anger

Leider half alles Argumentieren nichts. Nina Ruge musste 80 Euro Strafe zahlen. Nachdem sie die “Stazung über die Benutzung der städtischen Grünalagen der Landeshauptstadt München” studiert hatte, in der die Bedeutung der grünen Poller nachzulesen ist, startete Nina Ruge die Petition “Freilauf für Hunde im Denninger Anger”. Darin ist zu lesen: “Selbstverständlich befürworte ich als verantwortungsvolle Hundebesitzerin grundsätzlich das Anleinen der Hunde im öffentlichen Raum – allerdings muss die Anleinpflicht auch sinnvoll umgesetzt werden – und am Anger greift die Bürokratie einfach zu sehr in das Leben von uns Bürgern ein.”

Etwa 2.000 Unterstützer haben Nina Ruges Petition “Freilauf für Hunde im Denninger Anger” bereits unterschrieben. Wie sich die Begegnung mit der “Speerspitze der bajuwarischen Amtsstuben” zugetragen hat, schildert Nina Ruge humorvoll in der ab 10. Mai erhältlichen Ausgabe 2/2014 des hundeschau Magazins.

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