Rettungshunde suchen nach Erdbebenopfern in Haiti

15. Januar 2010 von Marco Glas

Am dritten Tag nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti spitzt sich die Lage immer mehr zu. Da viele Straßen zerstört sind, konnten bislang nur wenige Hilfsmittel ins Erdbebengebiet gebracht werden. Dort hat laut Berichten der Reporter vor Ort der Kampf um das knappe Trinkwasser und Lebensmittel längst begonnen. Seit Mittwoch machen sich Helfer aus ganz Deutschland auf den Weg ins Katastrophengebiet. Mit dabei sind auch Rettungshunde, die den Helfern bei der Suche nach Verschütteten helfen sollen.

Deutsche Rettungshunde fliegen mit Hundeführern nach Haiti

Bereits heute Morgen sind Helfer der Duisburger Hilfsorganisation “International Search and Rescue – I.S.A.R Germany” ins Erdbebengebiet nach Haiti geflogen. Neben Logistikern, Notärzten und Rettungssanitätern gehören auch fünf Rettungshunde zum Team. Allerdings bleibt den Spürnasen nicht mehr viel Zeit, um unter den Trümmern noch Lebende zu finden. Denn nach Erfahrung der Hundeführer nimmt die Wahrscheinlichkeit, verschüttete Menschen lebend zu bergen, nach 72 Stunden rapide ab. Schon jetzt bergen die Hilfstrupps immer mehr Leichen.

Deutsches Rotes Kreuz sendet eine mobile DRK-Klinik in das Krisengebiet

Bei dem Erdbeben wurde auch ein Großteil der Krankenhäuser zerstört. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schickt morgen in der früh eine mobile Gesundheitsstation nach Haiti, in der täglich ca. 250 Menschen behandelt werden können. Nach Angaben des DRK wird in der Klinik ein achtköpfiges Team aus Ärzten, Krankenschwestern, Hebammen und Technikern gemeinsam mit einheimischen Helfern arbeiten. Inzwischen geht die Hilfsorganisation von bis zu 50.000 Toten und drei Millionen Verletzten und Obdachlosen aus.

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