Selbstbewusster und treuer Begleiter: Der Akita Inu

28. November 2009 von Marco Glas

Vor gut zwei Wochen lief in den deutschen Kinos der Film “Hachiko” an.  Mit dem vierbeinigen Hauptdarsteller Hachiko, der seinem Besitzer noch zehn Jahre über den Tod hinaus die Treue hält, ist in Europa eine bislang eher unbekannte Rasse ins Rampenlicht getreten: Der Akita Inu. Da diese Rasse in Japan schon seit vielen Jahrhunderten einen hohen Stellenwert genießt und als Inbegriff des treuen Hundes gilt, wollen wir den Akita Inu hier einmal genauer vorstellen.

Klassifikation FCI: Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Ursprungsland: Japan
Verwendung: Begleithund
Widerristhöhe: Rüden: 67 cm, Hündinnen: 61 cm.
Gewicht: 30 – 45 kg

Herkunft

Knochenfunde lassen vermuten, dass es in Japan bereits vor 5.000 Jahren ähnlich aussehende Hunde gab. In Aufzeichnungen tauchen diese Hunde unter anderem als Begleithunde der japanischen Kriegerkaste der Samurai auf. Die Anlage des ersten Zuchtbuches fällt in die Zeit der von 1338 bis 1565 dauernden Ära “Ashikaga”. Der Akita Inu besaß in Japan schon immer einen hohen Stellenwert. Und auch heute noch ist ein reinrassiger Akita Inu ein Statussymbol. Er steht für Gesundheit und Treue. Der Name “Akita” steht für die japanischen Präfektur Akita im nördlichen Teil der Insel Honshu, wo die Rasse ihren Ursprung haben soll. “Inu” bedeutet in der japanischen Sprache “Hund”. Viel zur Popularität dieser Rasse hat auch die Geschichte des Hundes “Hachito” beigetragen, der seinem Besitzer noch viele Jahre über den Tod hinaus die Treue hielt.

Rassebeschreibung

Der Akita Inu ist ein großer und kräftiger Hund. Besondere Merkmale sind sein gerader Rücken, die gut entwickelte Vorbrust und seine muskulösen Lenden. Auffällig ist auch die Breite Stirn mit Stirnfurche. Die verhältnismäßig kleinen, dicken und dreieckigen Ohren stehen aufrecht bzw. ein wenig nach vorne geneigt. Sein Fell zeigt sich Rot-Falbfarben, Sesam (rot-falbfarbene Haare mit schwarzen Spitzen), gestromt und Weiss. Das Deckhaar ist hart und gerade, die Unterwolle weich und dicht.

Wesen

Der Rassestandard beschreibt den Akita Inu als ruhig, intelligent und gehorsam. Er gilt als selbstbewusster und willensstarker Hund, der seinem Besitzer treu ergeben ist und seinen geliebten Menschen gegenüber auch einen Schutzinstinkt entwickelt. Da der Akita aufgrund seines Ursprungs und seiner Veranlagung als Jagdhund eine gewisse Agilität mitbringt und auch anderen Rüden gegenüber sehr dominant auftreten kann, gehört dieser Hund in die Hände von erfahrenen Hundehaltern. Wer es allerdings versteht, mit diesem Energiebündel umzugehen, bekommt mit dem Akita Inu einen loyalen und unerschütterlichen Gefährten.

Haltung

Der Akita ist ein sportlicher Hunde und braucht deshalb viel Bewegung. Für lange Spaziergänge und Wanderungen gibt er den idealen Begleiter. Er ist ein Familienhund, der sich in der Nähe seiner Liebsten am wohlsten fühlt. Wird ihm genügend Aufmerksamkeit zu Teil, ist er ausgeglichen und lernwillig. Wenn der Akita allerdings etwas partout nicht will, kann er sehr dickköpfig sein. Machen Sie auf keinen Fall den Fehler, diesen stolzen Hund mit überzogener Härte zu etwas zu zwingen. Damit würden sie nur sein Vertrauen verlieren. Eine konsequente, aber liebevolle Erziehung ist deshalb besonders wichtig.

Pflege

Das Fell des Akitas ist schmutz- und wasserabweisend und deshalb verhältnismäßig pflegeleicht. Während des Fellwechsels zweimal im Jahr haart der Hund jedoch stark. In dieser Zeit sollten die abgestorbenen Haare aus dem Fell entfernt werden. Dies erfordert eine intensive Pflege in Form von regelmäßigem Bürsten.

Rassetypische Krankheiten

Beim Akita sind wie bei vielen anderen Rassen auch Neigungen zu einigen Krankheiten bekannt, die sich durch eine verantwortungsvolle Zucht jedoch in der Regel vermeiden lassen:

  • Progressive Retina-Atropie (PRA), eine häufig ererbte Augenkrankheit, bei der sich stufenweise die Sehkraft verschlechtert.
  • Sedatitis ist eine ebenfalls erbliche Hautentzündung, die mit einer Zerstörung der Talgdrüsen einhergeht. Die Folge sind Schuppen und Haarverlust.
  • Schilddrüsenunterfunktion, ein Autoimmundefekt, der über Jahre langsam die Schilddrüse zerstört.
  • Hüftgelenksdysplasie, eine bei vielen Hunderassen weit verbreitete Verformung des Hüftkugelgelenks, die zu Entzündungen und später zu Arthrose führt.

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