Veit Dengler über den digitalen Wandel und die Kernprobleme der Zeitungsbranche

19. August 2015 von Marco Glas

Wir haben auf Spiegel Online einen interessenten Gastbeitrag von Veit Dengler über “Zeitungen im Medienwandel” entdeckt. Darin schreibt der CEO der Schweizer NZZ-Mediengruppe, dass der digitale Wandel für die Zeitungsbranche gar nicht überraschen gekommen sei. Auch die technische Entwicklung sei nicht das Problem der Branche. Die Herausforderung liege vielmehr darin, die Zeitungsunternehmen nach ökonomischen Gesichtspunkten zu führen, nachdem die Neuen Medien den jahrhundertealten ökonomischen Schutzwall um die Nachrichtenproduktion und -vermittlung niedergerissen haben.

“Ökonomisierung” der Zeitungen

Veit Dengler spricht von einer “Ökonomisierung” der Zeitungen. Damit gehe aber nicht nur eine Einbuße von Provilegien einher. Vielmehr schaffe diese auch neue Möglichkeiten. Dies erfordere jedoch einiges Umdenken hin zu einer kundenorientierten Nachrichtenproduktion, die bereit sei, ihre Produkte klar zu positionieren und laufend anzupassen, und in neue Produkte zu investieren, wie andere Unternehmen auch.

Als Beispiel dafür, wie das gelingen könne, verweist Dengler auf die “Forschungs- und Entwicklungsabteilung” – NZZ Lab der Neuen Züricher Zeitung, die sich unabhängig vom Tagesgeschäft der Analyse der veränderten Bedingungen und neuen Möglichkeiten der Nachrichtenproduktion und -übermittlung widme. NZZ Labs hätte für den strukturellen Wandel der Zeitungsbranche vor allem vier Faktoren identifiziert, die allesamt ihre Ursachen in den medial relevanten technischen Neuerungen hätten, deren Auswirkungen jedoch keineswegs auf den Umgang mit den Neuen Medien begrenzt seien.

Den Gastbeitrag von Veit Dengler und seine Ausführungen zu den Faktoren, die NZZ Labs als Gründe für den strukturellen Wandel der Zeitungsbracnche ausgemacht hat, finden Sie auf Spiegel Online.

 

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