Was kann ich tun, wenn mein Hund bettelt und klaut?

5. Dezember 2009 von Marco Glas

Gerade in der Weihnachtszeit ist es für Hunde besonders schwer, den kulinarischen Verlockungen zu widerstehen. Die Lebkuchen und Plätzchen auf dem Wohnzimmertisch und der sich in der Wohnung ausbreitenden Bratenduft lassen so manchen Vierbeiner schnell zum gewieften Meisterdieb werden. Andere versuchen es hingegen mit einem schmachtenden Blick und großen Knopfaugen, Herrchen zumindest ein Häppchen zu entlocken. Jetzt heißt es konsequent bleiben, denn nur eine konsequente Erziehung kann verhindern, dass Betteln und Klauen zu einem Problem wird.

Nicht zu betteln ist bei gesunden Hunden eine Frage der Erziehung

Auch wenn das Betteln unseres Hundes aus der Sicht von uns Menschen zunächst mal eine unerwünschte Verhaltensweise darstellt, ist es für Hunde normal. Ihn deshalb zu bestrafen, wäre also falsch. Machen Sie Ihrem Hund stattdessen von Anfang an und auf eine für ihn verständliche Weise klar, dass Betteln unerwünscht ist. Dies gelingt nur mit absoluter Konsequenz. Das bedeutet, intensives Bettelverhalten zu unterbinden.

Wenn der Hund von seiner Absicht, den Leckerbissen zu ergattern, nicht mehr ablässt und am Tisch sitzende Menschen stupst, seinem Wunsch mit der Pfote Nachdruck verleiht oder zu fiepen beginnt, reicht es erfahrungsgemäß nicht aus, ihn nur zu ignorieren. In solchen Situationen sollten Sie dem Hund verständlich machen, dass er nichts bekommt. Dies können Sie zum Beispiel dadurch tun, indem sie den Hund auf seinen Ruheplatz schicken und ihn während des Essens ignorieren.

Krankheiten und Unterbeschäftigung als Ursachen für extremes Bettelverhalten

Bettelt der Hund, müssen aber nicht immer schlechte Manieren der Grund dafür sein. Auch Erkrankungen wie Diabetes oder die Einnahme bestimmter Medikamente können bei Hunden Hungerattacken auslösen. Zudem neigen einige Rassen wie zum Beispiel der Beagle und der Labrador aufgrund ihrer genetischen Veranlagung zu “Unersättlichkeit”. Oftmals tritt Betteln und Stehlen aber auch als eine Folge von Unterbeschäftigung oder in Verbindung mit einer längeren Abwesenheit des Besitzers auf.

Diebe müssen auf frischer Tat erwischt werden

Maßregelungen haben nur dann einen Erziehungseffekt, wenn der Dieb auf frischer Tat beim Stehlen erwischt wird. Ihn später zu bestrafen, hat keinen erzieherischen Effekt, da der Hund die Bestrafung schon wenige Sekunden später nicht mehr mit seiner Tat in Verbindung bringen kann. Zwar wird der Hund “Demutsverhalten” zeigen, wenn Sie ihn mit erhobener Stimme auf den soeben verschwundenen Braten ansprechen. Dieses Verhalten zeigt der Hund aber nicht wegen seines schlechten Gewissens, sondern aufgrund Ihrer Körpersprache. Unterbinden Sie sein Verhalten jedoch konsequent in dem Moment, in dem die Nase immer länger wird, lässt sich unerwünschtes Fehlverhalten in der Regel ganz gut abtrainieren.

Bettelt und klaut Ihr Hund auch oder haben Sie vielleicht sogar einen Meisterdieb in der Familie? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit …

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Posted in Tiere

One Response

  1. Astrid

    Ja, wir haben auch einen “Bettler” in der Familie und das nicht nur zur Weihnachtszeit…Vielleicht hat mein Mops auch eine genetische Veranlagung zu “Unersättlichkeit”?!
    Allerdings kenne ich keinen Mops, der nicht bettelt.
    Und nur so wie in dem Beitrag beschrieben, läßt sich das Betteln abgewöhnen. Funktioniert aber nur, wenn sich alle Familienmitglieder konsequent daran halten…:-)


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