Was leistet der Hund in der Gesellschaft?

7. Dezember 2009 von Marco Glas

Hunde erfüllen seit Jahrtausenden vielfältige Funktionen in unserer Gesellschaft. Bereits vor mehr als 10.000 Jahren wurden Hunde domestiziert und gehalten. Der österreichische Zoologe Konrad Lorenz beschrieb in seinem Buch “So kam der Mensch auf den Hund”, wie Jäger der Savanne und Schakale bereits bei der Jagd zusammenarbeiteten. Nach seiner Domestizierung diente der Hund Naturvölkern unter anderem als Jagdbegleiter, Babysitter und Beschützer.

Die Funktionen des Hundes bei den Turkana

So berichtete der Verhaltens- und Wolfsforscher Erik Zimen in seinem Buch “Der Hund” über die Rolle des Hundes bei den Turkana, eines im nordwesten Kenias lebenden Volksstammes. Dort bleibt der Hund meist bei den Kleinkindern, wenn die Mutter einmal außerhalb der Dorfgemeinschaft zu tun hat und die Kinder nicht mitnehmen kann. Auch von unseren Familienhunden kennen wir das Verhalten, wenn sich der Hund in der Nähe des Kindes legt und es bewacht.

Die Hunde passen bei den Turkana aber nicht nur auf die Kinder auf. Indem sie Besucher oder in der Gegend umherstreifende Menschen und Tiere ankündigen, wachen die Hunde der Turkana über das ganze Dorf. Dies muss noch nicht einmal durch Bellen erfolgen. Es genügt schon, wenn die Hunde unruhig zwischen den Hütten hin und her rennen. Die Turkana erkennen diese Veränderung und wissen diese zu deuten.

Die Funktionen des Hundes in der modernen Industriegesellschaft

Die Rolle des Aufpassers und Bewachers übernimmt der Hund auch in vielen westlich gepärgten Ländern. Seine Dienste gehen jedoch weit über die Aufgaben eines Beschützers hinaus. Man denke hier nur an die zahlreichen Arbeits- und Diensthunde wie Blinden-, Polizei- und Rettungshunde. Von unermesslichem Wert ist aber auch die soziale Funktion, die alleine in Deutschland täglich Millionen Haushunde erfüllen, wenn ihre Besitzer einsam oder traurig sind.

Was schätzen Sie ganz besonders an Ihrem Hund? Die überschwängliche Freude, mit der Sie an der Tür begrüßt werden, auch wenn Sie nur mal eben kurz den Müll rausgebracht haben. Oder die großen runden Kulleraugen, die Sie morgens erwartungsvoll ansehen, wenn Sie aus dem Bett steigen? …

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Posted in Tiere

One Response

  1. Astrid

    Das Schöne mit dem Hund ist, es ist einfach immer jemand da. Auch kann man ihm alles anvertrauen, er hört andächtig zu und würde nie petzen!! Es gibt kaum etwas Besseres, als einen Hund zu besitzen….;-)


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