Welche Anstandsregeln sollte der Hund im Haus befolgen?

9. Dezember 2009 von Marco Glas

Die Hunde von Freunden streicheln oder mit ihnen in Nachbars Garten herumzutollen ist eine Sache. Sie täglich im eigenen Haus zu haben, eine andere. Ohne einige Hausregeln steht die Bude da schnell auf dem Kopf und ehe man sich versieht, ist der häusliche Frieden gefährdet. Damit es nicht so weit kommt, haben wir einen kleinen Mini-Knigge für Hunde zusammengestellt – den Sie gerne ergänzen bzw. kommentieren können und bitte nicht zu ernst nehmen sollten …

  • Alle zweibeinigen Familienmitglieder sind als ranghöhere Rudelmitglieder zu akzeptieren. Das gilt für alle Rassen – Möpse eingeschlossen.
  • Der Lieblingssessel des Rudelführers/der Rudelführerin ist für Fellnasen sowie alle anderen Familienmitglieder tabu. Es sei denn, Herrchen/Frauchen ist sehr tolerant und hat nichts dagegen, wenn der Vierbeiner das Plätzchen schon mal vorwärmt.
  • Falls es einen “Alpha”-Zweibeiner geben sollte, immer damit rechnen, dass die Rangfolge nur tagesaktuell gilt. Ein offensichtliches Zeichen für eine geänderte Rangfolge ist es, wenn Herrchen dem Frauchen mit gesenktem Blick einen riesigen Srrauß roter Rosen überreicht.
  • Strategisch wichtige Plätze wie Küche, Vorratskammer und Schlafzimmer dürfen nur dann besetzt werden, wenn die Bude sturmfrei ist, das heißt, alle Zweibeiner aus dem Haus sind. Es sei denn, die Türen zu den genannten Räumen sind geschlossen – dann heißt es mit dem Wohnzimmer vorliebnehmen.
  • Beim Öffnen und Durchschreiten von Türen ist vornehme Zurückhaltung gefragt. Der Zweibeiner öffnet die Tür und geht auch als erster hindurch. Erst dann folgt der Vierbeiner. In Fällen, in denen Letzterer eigentlich zu Hause bleiben müsste, sollte er das natürlich möglichst unauffällig tun.
  • Sich gegenseitig kreuz und quer liegend den Weg zu blockieren ist im Hunderudel zwar eine beliebte Freizeitbeschäftigung. In der häuslichen Gemeinschaft handelt man sich damit aber schnell Ärger ein. Als Protestmaßnahme gegen zu wenig Aufmerksamkeit und Liebe kann es jedoch durchaus zweickmäßig sein, sich mal mitten in den Durchgang zu legen.
  • Essen muss prinzipiell von einem Familienmitglied freigegeben werden – unabhängig davon, wo es gerade liegt. Aufdringliches Betteln ist nur erlaubt, falls Herrchen mit den Portionen allzu sparsam umgeht. Gibt es irgendwo was zu Futtern, kann es aber nie schaden, schon mal in der Nähe zu sein und noch mal daran zu erinnern, dass in dieser Familie alles aufgegessen wird.
  • Regeln sind für ein harmonisches Zusammenleben wichtig und sollten so gut es eben geht befolgt werden. Das heißt aber noch lange nicht, dass alle Regeln sinnvoll sind. Friedlicher Protest zeugt von einer gewissen Kultiviertheit und führt meist auch nicht unmittelbar zu Sanktionen.

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2 Responses

  1. Isi

    Ja ja mit Regeln ist das so eine Sache. Vor allem wenn man einen Jackie hat. Aber eigentlich ist mein Joey ein kleiner Gentleman, der hin und wieder auch mal seinen eigenen Kopf hat. Den friedlichen Protest hat er jedenfalls ganz gut drauf und zu Sanktionen führt das wirklich selten. Meistens hat es sogar den Effekt, dass Frauchen dann ein schlechtes Gewissen bekommt und den Protest mit ein paar extra Streicheleinheiten beendet.


  2. Astrid

    Ich habe die Regeln meinem Mops vorgelesen, er ist mit allem einverstanden, bis auf Regel Nr.1!!!


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