Welche Lebensmittel sind für Hunde ungesund?

4. Dezember 2009 von Marco Glas

Vor drei Tagen haben wir darüber berichtet, dass Schokolade für Hunde ungesund ist. Neben Schokolade gibt es aber noch jede Menge andere Lebensmittel, die nicht in den Hundenapf gehören.

Weintrauben und Rosinen

Weintrauben und Rosinen können bei Hunden zu Nierenversagen führen. Welcher Wirkstoff das Nierenversagen auslöst, ist bislang allerdings noch ungeklärt. Auch ob davon nur bestimmte Rassen betroffen sind und ob es auch durch regelmäßigen Verzehr kleinerer Mengen zu Vergiftungen kommen kann, ist nicht bekannt. Deshalb raten viele Tierärzte generell davon ab, Hunde mit Weintrauben zu füttern.

Avocados

Eine bestimmte Sorte Avocados enthält Persin, ein Gift, das laut Ernährungsexperten bei Hunden zu schweren Atembeschwerden und Herzmuskelschäden führen kann. Deshalb sollten Avocados besser gar nicht an Vierbeiner verfüttert werden.

Macadamianüsse und Obstkerne

Sowohl Macadamianüsse als auch Obstkerne enthalten Blausäure. Diese wird beim Zerbeißen der Nüsse freigesetzt und wirkt in größeren Mengen giftig.

Nachtschattengewächse

Nachtschattengewächse enthalten das für Hunde giftige Solanin. Zu den Nachtschattengewächsen gehören viele bekannte Gemüsesorten wie Auberginen, Paprika, Tomaten und auch Kartoffeln. Nach dem Verzehr kann es bei Hunden zu Symptomen wie Niedergeschlagenheit, Durchfall und Übelkeit kommen. Besonders roh sollten Nachtschattengewächse nicht gefüttert werden. Gekocht vertragen die meisten Hunde Kartoffeln hingegen recht gut.

Hülsenfrüchte

Bei vielen Hunden führen Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen zu übermäßigen Blähungen und Unwohlsein. Bohnen enthalten zudem den Giftstoff Pharsin. Dieser kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

Kohl

Auch die verschiedenen Kohlsorten wie Blumen-, Rosen-, Rot- und Weißkohl, Brokkoli, Grünkohl und Wirsing können bei Hunden schmerzhafte Blähungen hervorrufen. Das gilt aber nicht für alle Hunde. Einige vertragen Kohl sogar ganz gut. Deshalb sollten Hundehalter erst einmal kleine Mengen geben und ausprobieren, wie bekömmlich die jeweiligen Sorten für ihren Vierbeiner sind.

Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann bei Hunden den in der Regel tödlichen Aujeszky-Virus übertragen. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, führt bei Hunden aber zu hohem Fieber und endet oftmals innerhalb von wenigen Tagen tödlich. Der Virus lässt sich jedoch laut einem Münchner Tierarzt unschädlich machen, indem das Fleisch zum Beispiel durch Braten über 55 Grad erhitzt wird.

Milchprodukte

Größere Mengen an Milchprodukten haben im Hundenapf ebenfalls nichts verloren. Milch enthält die für Hunde schwer verdauliche Lactose. Diese kann Verdauungsschwierigkeiten und bei extremer Lactose-Unverträglichkeit auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse verursachen.

Knoblauch und Zwiebeln

Knoblauch und Zwiebeln können zu Durchfall und Übelkeit führen. Auch Anämien, der Zerfall der roten Blutkörperchen, können durch die Gabe von Knoblauch und Zwiebeln hervorgerufen werden. Verursacht werden diese durch die in Zwiebelgewächsen enthaltene Schwefelverbindung N-Propyldisulfid. In einigen Hundebüchern werden zwar kleinere Mengen Knoblauch als natürliches Mittel zur Entwurmung empfohlen. Aufgrund des bislang nicht geklärten toxischen Potenzials ist jedoch davon abzuraten.

Gewürze

Da der Magen-Darm-Trakt des Hundes nicht für scharfe Gewürze ausgerichtet ist, sollte stark gewürztes Essen für Hunde tabu sein.

Kennen Sie noch weitere Lebensmittel, von denen Hunde besser die Pfoten lassen sollten? Wenn ja, teilen Sie uns diese doch einfach in Form eines Kommentares unter dem Beitrag mit …

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4 Responses

  1. Mike

    Das mit den Avokados wusste ich noch nicht. Danke für den Hinweis!

    Was ich noch weiß ist, dass Hunde, die zu Nierensteinen neigen, möglichst kein Gemüse bekommen sollten, das viel Oxalsäure enthält. In Mangold, Spinat, Rhabarber und Rote Beete ist angeblich besonders viel Oxalsäure. Auch Welpen und junge Hunde sollten oxalsäurehaltige Gemüsesorten nicht bekommen. Das hängt damit zusammen, dass Oxalsäure Kalzium entzieht, was junge Hunde für das Wachstum dringend benötigen.


  2. Astrid

    Bis auf das mit den Avocados wußte ich alles andere.
    Ich bin sowieso der Meinung, nur Hundefutter für den Hund, evtl. hin und wieder ein Stückchen Käse oder Wiener als Belohnung. Aber das ist alles.
    Kleine Käsestückchen hat meine Tierärztin statt der im Handel üblichen Leckerlis empfohlen, weil diese oft minderwertige Zutaten enthalten.


  3. Katrin

    Da kommt ja doch ganz schön was zusammen was für Hunde unverträglich ist. So dachte ich immer, dass einige der oben genannten Speisen Hunden nichts ausmacht – außer die Hülsenfrüchte – da bekomme ich schon als Mensch Schwierigkeiten :-D . So haben wir unserem Hund früher viel Karotten gegeben, ist das auch ungut gewesen?


  4. Astrid

    Hallo Katrin, Karotten sind sehr sehr gut für Hunde, vor allem für gefräßige Möpse, denn sie machen satt. Mein Mops bekommt jeden Tag Karotten, ist auch von meiner Tierärztin empfohlen.
    Wenn man nicht jeden Tag Mohrrüben selbst raspeln will :-( , es gibt im Handel Frischmöhren-Pellets, die braucht man nur kurz einweichen. Sehr praktisch! ;-) )


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