Wo ein Apostroph hingehört und wo nicht?

11. April 2014 von Marco Glas

Wer hat Anna’s iPhone und Noahs DVD’s gesehen? Hoffentlich liegen sie nicht in ihren Auto’s, denn das wäre genauso schlimm, als wenn sie jemand auf’s Dach gelegt hätte. Dabei spielt es in dem Fall überhaupt keine Rolle, wo was liegt. Vielmehr geht es darum, wo der Apostroph nich hingehört. Der Apostroph hat weder etwas bei Annas iPhone noch bei Noahs DVDs verloren und zu den Autos oder aufs Dach gehört auch kein Apostroph.

Wo kein Apostroph gesetzt werden darf

1. Vor dem Genitiv-s bei Namen

  • Davids Fahrrad, Julias Tante, Willy Brandts Kniefall, Hermann Hesses Romane, Hamburgs Hafen

Ausnahmen

  • Zur Unterscheidung von weiblichen und männlichen Vornamen: Andrea’s Lippenstift
  • Schilder oder Schritzüge, die auf ein Gewerbe hinweisen: Massimo’s Bar, Gerti’s Pommesbude

2. Vor dem Plural-s ist der Apostroph absolut fehl am Platz

  • Autos, Kaffees, Bars, Clubs, Taxis, Zoos

3. Vor dem Plural-s bei Initialwörtern und Abkürzungen

  • CDs, DVDs, GmbHs, PKW(s), LKW(s)
  • Bei manchen Abkürzungen wie PKW oder LKW kann der Plural auch ohne “s” gebildet werden

4. Bei der Verschmelzung von bestimmten Artikeln mit vorangehender Präposition

  • aufs Dach, unterm Bett, übers Limit (hinausgehen), vorm Tor, hinters Licht (führen)

Wo ein Apostroph gesetzt werden muss

1. Bei Auslassungen im Wortinneren

  • M’gladbach, Ku’damm, D’dorf, Lu’hafen

2. Bei der Kennzeichnung des Genitiv-s von Namen, die auf s, ss, ß, tz, z, x, ce enden

  • Le Mans’ 24-Stunden-Rennen, Grass’ Blechtrommel, Floß’ Abteilung, Ringelnatz’ Prosa, Max’ Noten, Janice’ Cousine

Ausnahme

  • Kein Apostroph wird gesetzt, wenn vor dem Namen ein bestimmter Artikel steht: die Abteilung des Herrn Floß, die Prosa des Joachim Ringelnatz

 

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